Andreas Seiler-Kesselheim
Beratungsangebote in der Unterstützten Kommunikation
Praxis - Forschung - Weiterentwicklung

„Wenn aber schon die Erziehung von nicht behinderten Kindern in unserer Gesellschaft, angesichts defizitärer sozialstaatlicher Bedingungen, für immer mehr Eltern eine schwierige und problembelastete Aufgabe bedeutet, dann ist es verständlich, dass unter den erschwerenden Auswirkungen der Bewältigung einer Behinderung ein erhöhter Beratungsund Unterstützungsbedarf besteht“
(Wilken 2003, 157).
Dieses Zitat verdeutlicht, dass es in vielen Bereichen der Rehabilitation von Menschen mit gravierenden motorischen, sprachlichen und kognitiven Schädigungen, die darüber hinaus auch noch unterschiedliche Sinnesmodalitäten betreffen können, notwendig ist, Beratungsangebote zu institutionalisieren, um frühzeitige und optimierte Möglichkeiten der Intervention anbieten zu können.
Im Bereich der Unterstützten Kommunikation (engl. Augmentative and Alternative Communication - AAC), das heißt bei komplexen Schädigungen des Spracherwerbs und des Sprechvermögens, sind in den vergangenen Jahren bundesweit vielfältige Angebote entstanden.
Eine vorläufige Sichtung dieser Beratungsangebote ergibt allerdings eine deutlich schulbezogene Ausrichtung (vgl. DUPUIS 2003, 11.007.001). So finden sich die meisten Fachkräfte, die über Kenntnisse und Fähigkeiten innerhalb des Fachgebietes der Unterstützten Kommunikation verfügen, an den Förderschulen für körperliche / motorische und geistige Entwicklung. Diese sind zum größten Teil ausgebildete Förderschullehrer/innen mit Ausbildungsschwerpunkten in den genannten Fachrichtungen.
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